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Das MVZ Stiller geht aus einer in 2002 durch Prof. Michael Stiller gegründeten Privatpraxis hervor. Sein erstes Implantat setzte Prof. Michael Stiller vor 24 Jahren – seitdem ist der heute 56-Jährige der Implantologie geradezu verfallen. Das MVZ Stiller in Berlin-Grunewald ist komplett auf orale Chirurgie, Implantologie und Parodontologie spezialisiert. An Prof. Stillers Seite arbeitet seine langjährige Kollegin und Fachzahnärztin für Oralchirurgie Dr. med. dent. M.Sc. Esther Kluk und steht damit für die kommende Generation der Implantologen des MVZ. Dank der großen Erfahrung und Expertise ist das MVZ Anlaufstelle für besonders komplexe Behandlungen. „Wenn Kollegen nicht mehr weiterwissen, schicken sie ihre Patienten zu uns“, sagt Michael Stiller mit fester Stimme, obgleich er sonst eher leise spricht. Besondere Expertise ist beispielsweise im Bereich der Transplantationstechniken von Hart- und Weichgewebe – also Knochen und Zahnfleisch vorhanden. Auch Patienten mit Gaumenspalten oder mit entzündeten Implantaten finden hier verlässlich Hilfe.

Zwei spezielle digitale Volumentomographen stehen dem MVZ für die exakte Diagnose ebenso zur Seite wie ein Team aus sieben Zahnarzthelferinnen und Spezialistinnen für Dentalhygiene.

Der Werdegang des Berliner Zahnarztes ist alles andere als gewöhnlich. Er studierte zunächst Zahnmedizin, später Medizin, promovierte zweifach zu Autoimmunerkrankungen, die sich besonders im Mundraum mit Beschwerden bemerkbar machen. „Dann erhielt ich die Möglichkeit, nach meiner Ausbildung in der Kieferchirurgie als Oberarzt an der Universitäts-Zahnklinik der Freien Universität Berlin einzusteigen“, erzählt der Mediziner. Nur selten wenden sich MKG-Chirurgen wieder der originären Zahnheilkunde zu. Doch Stiller sah genau dieses Crossover als Vorteil für seine berufliche Entwicklung. „Ich brachte sehr viel Wissen über die Biologie des Mundraumes mit. Die Weichgewebschirurgie reizte mich als geschickten Operateur.“

Insofern war das ein ideales Feld für mich“, so Michael Stiller. Die rasante Entwicklung der Implantologie spielte ihm in die Hand: Seit der Jahrtausendwende kommen ständig neue, bessere Materialien auf den Markt. Auch die diagnostischen Methoden mittels der Computertomographie (CT) verfeinerten sich. Minimalinvasive OP-Methoden und die Unterstützung durch Navigationssysteme erweiterten die Operationstechniken.

In 2013 nahm der gebürtige Brandenburger Dr. Esther Kluk mit in seine Praxis auf. „Wir kannten uns schon von der Uni. Michael war mein Doktorvater, denn das Thema der Implantologie und oralen Chirurgie reizte mich schon während meines Studiums sehr. Im Laufe der Zeit ergab sich dann die Möglichkeit bei ihm einzusteigen, die ich dann natürlich gleich am Schopf ergriff“, beschreibt Esther Kluk mit einem sympathischen lächeln und ergänzt: „Die ersten ein bis zwei Jahre war es nicht einfach, denn ich musste die Philosophie von Michael verstehen und diese dann auch praktisch am Patienten anwenden. Darauf bestand er, denn er ist Perfektionist! Ich brachte natürlich schon Erfahrung mit, aber das war nochmal eine ganz andere Liga.“ Parallel dazu absolvierte Dr. Esther Kluk ihren Master of Oral Implantology an der Goethe-Universität in Frankfurt und ihren Fachzahnarzt für Oralchirurgie. „Esther verstand unheimlich schnell und war vom ersten Tag an eine Riesenunterstützung für mich. Und recht schnell wurde dann aus einer Unterstützung eine gleichwertige Kollegin. Sie macht das wirklich sehr gut, die Patienten sind begeistert“, stellt Prof. Stiller zufrieden fest.

Als Professor, Doktorvater und vor allem als Forscher bleibt er der Wissenschaft eng verbunden. Er sucht nach Antworten auf Fragen, die sich in der täglichen Praxis ergeben: So führt er mehrere Studien zur Behandlung von Entzündungen an Implantaten durch und – ganz aktuell – eine Studie zu Faktoren, die den Heilungsprozess eines Implantats beeinflussen. „Bei dem einen Patienten heilt das Implantat gut und leicht ein, der Kieferknochen baut sich sehr gut auf. Bei einem anderen dauert die Regeneration aus unerfindlichen Gründen länger“, erzählt der Zahnarzt. Die Frage, warum das so ist und was die entscheidenden Wirkfaktoren für die unterschiedlichen Heilungsverläufe sind, treibt ihn um.

Für eine aktuelle Studie wertete der Berliner Zahnarzt die Daten von 60 männlichen und 60 weiblichen Patienten aus. Das Ergebnis gleicht einer Sensation: Mit einem Team von Wissenschaftlern der Philipps-Universität Marburg konnte Stiller zeigen, dass die Regenerationsfähigkeit von Knochen mit dem BMI korreliert. Konkret heißt das: Das Gewebe von Menschen, die etwas mehr wiegen, regeneriert besser, das untergewichtiger oder stark übergewichtiger Patienten schlechter. Stillers Erklärung: Das Unterhautfettgewebe speichert Vorstufen von Hormonen, die für die Knochenheilung wichtig sind. Hat man davon ein paar Vorräte, begünstigt das die Heilung. Untergewichtige haben keine Reserve. Und stark Übergewichtige kämpfen oft mit Gesundheitsproblemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes – beides ungünstige Faktoren für Heilung.

„Jeder Patient hat ein Regenerationspotenzial und Risikoprofil – wir stellen uns darauf ein und erzielen bessere Erfolge.”

Fachzahnärztin für Oralchirurgie Dr. med. dent. M.Sc. Esther Kluk

„Uns als Ärzte hilft es, diese Zusammenhänge zu kennen“, erläutern Stiller und Kluk, „denn so ergeben sich vorhersehbare Risikoprofile für Patienten. Würde sich der Behandler auf das Regenerationspotenzial und die Risikofaktoren des Einzelnen einstellen, könnte er sehr viel bessere Erfolge erzielen“, so die Mediziner. Bislang werde dieser Zusammenhang von Zahnmedizinern allerdings noch viel zu wenig beachtet. Nicht so bei Stiller und Kluk: In ihrer Praxis hat jeder Patient einen Behandlungs- und Nachsorgeplan, der exakt auf den persönlichen Risikoscore abgestimmt ist.

In Hinblick auf die Ästhetik der zahnmedizinischen Behandlung können sich Stiller und Kluk zum einen auf ihr gutes Auge und ihre Erfahrung verlassen. Zum anderen sind Zahntechniker und Prothetiker eng in jedes Behandlungskonzept eingebunden. Die geballte Expertise zahlt sich aus: Viele der Patienten sind der Praxis seit der Eröffnung in 2002 treu geblieben.

Wenn Michael Stiller von seinem Beruf erzählt, bezieht er sich gerne auf die harten Fakten der Wissenschaft. Als Mensch ist er hingegen sehr nahbar und freundlich, ein Mann mit ruhiger Ausstrahlung, zu dem man leicht Vertrauen fasst. Ein ungewöhnlicher Kontrast. Vielleicht liegt die Erklärung dafür in seinem Werdegang. Als Sohn eines Bauingenieurs startete Michael Stiller mit einer Maurerlehre ins Berufsleben. Doch er spürte schnell, dass mehr in ihm steckt als Mauern hochzuziehen. Sehr viel mehr.

Kontakt

Prof. Dr. Michael Stiller & Dr. Esther Kluk, M.Sc.

MVZ Stiller GmbH
Praxis für orale Chirurgie, Kieferchirurgie, Implantologie und operative Parodontologie

Zahnarzt > Berlin
Adresse:

Brahmsstraße 11
14193 Berlin