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Sein erstes Implantat setzte Prof. Michael Stiller vor 24 Jahren – seitdem ist der heute 56-Jährige der Implantologie geradezu verfallen. Mit seiner Privatpraxis „Implant Consult“ in Berlin- Grunewald hat er sich komplett auf orale Chirurgie, Implantologie und Parodontologie spezialisiert. Dank seiner großen Erfahrung und Expertise gilt Stiller als Experte für besonders komplexe Behandlungen. „Wenn Kollegen nicht mehr weiter- wissen, schicken sie ihre Patienten zu mir“, sagt der Mann mit fester Stimme, obgleich er sonst eher leise spricht. Besondere Expertise hat Stiller beispielsweise im Bereich der Transplantationstechniken von Hart- und Weichgewebe – also Knochen und Zahnfleisch. Auch Patienten mit Gaumenspalten oder mit entzündeten Implantaten finden bei ihm verlässlich Hilfe.

Zwei spezielle digitale Volumentomographen stehen ihm für die exakte Diagnose Diagnose ebenso zur Seite wie ein Team aus sieben Zahnarzthelferinnen und Spezialistinnen für Dentalhygiene.

Der Werdegang des Berliner Zahnarztes ist alles andere als gewöhnlich. Er studierte zunächst Zahnmedizin, später Medizin, promovierte zweifach zu Autoimmunerkrankungen, die sich besonders im Mundraum mit Beschwerden bemerkbar machen. „Dann erhielt ich die Möglichkeit, nach meiner Ausbildung in der Kieferchirurgie als Oberarzt an der Universitäts-Zahnklinik der Freien Universität Berlin einzusteigen“, erzählt der Mediziner. Nur selten wenden sich MKG-Chirurgen wieder der originären Zahnheilkunde zu. Doch Stiller sah genau dieses Crossover als Vorteil für seine berufliche Entwicklung. „Ich brachte sehr viel Wissen über die Biologie des Mundraumes mit. Die Weich-
gewebschirurgie reizte mich als geschickten Operateur.

Insofern war das ein ideales Feld für mich“, so Michael Stiller. Die rasante Entwicklung der Implantologie spielte ihm in die Hand: Seit der Jahrtausendwende kommen ständig neue, bessere Materialien auf den Markt. Auch die diagnostischen Methoden mittels der Computertomographie (CT) verfeinerten sich. Minimalinvasive OP-Methoden und die Unterstützung durch Navigationssysteme erweiterten die Operationstechniken.

2002 machte sich der gebürtige Brandenburger mit seiner Privatpraxis in Berlin-Grunewald selbstständig. Als Professor, Doktorvater und vor allem als Forscher bleibt er der Wissenschaft eng verbunden. Er sucht nach Antworten auf Fragen, die sich in der täglichen Praxis ergeben: So führt er mehrere Studien zur Behandlung von Entzündungen an Implantaten durch und – ganz aktuell – eine Studie zu Faktoren, die den Heilungsprozess eines Implantats beeinflussen. „Bei dem einen Patienten heilt das Implantat gut und leicht ein, der Kieferknochen baut sich sehr gut auf. Bei einem anderen dauert die Regeneration aus unerfindlichen Gründen länger“, erzählt der Zahnarzt. Die Frage, warum das so ist und was die entscheidenden Wirkfaktoren für die unterschiedlichen Heilungsverläufe sind, treibt ihn um.

Für eine aktuelle Studie wertete der Berliner Zahnarzt die Daten von 60 männlichen und 60 weiblichen Patienten aus. Das Ergebnis gleicht einer Sensation: Mit einem Team von Wissenschaftlern der Philipps-Universität Marburg konnte Stiller zeigen, dass die Regenerationsfähigkeit von Knochen
mit dem BMI korreliert. Konkret heißt das: Das Gewebe von Menschen, die etwas mehr wiegen, regeneriert besser, das untergewichtiger oder stark übergewichtiger Patienten schlechter. Stillers Erklärung: Das Unterhautfettgewebe speichert Vorstufen von Hormonen, die für die Knochenheilung wichtig sind. Hat man davon ein paar Vorräte, begünstigt das die Heilung. Untergewichtige haben keine Reserve. Und stark Übergewichtige kämpfen oft mit Gesundheitsproblemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes – beides ungünstige Faktoren für Heilung.

„Jeder Patient hat ein Regenerationspotenzial und Risikoprofil – wir stellen uns darauf ein und erzielen bessere Erfolge.”

Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Michael Stiller MD, DDS, OMFS

„Mir als Arzt hilft es, diese Zusammenhänge zu kennen“, erläutert Stiller, „denn so ergeben sich vorhersehbare Risiko-profile für Patienten. Würde sich der Behandler auf das Regenerationspotenzial und die Risikofaktoren des Einzelnen einstellen, könnte er sehr viel bessere Erfolge erzielen“, so der Mediziner. Bislang werde dieser Zusammenhang von Zahn-medizinern allerdings noch viel zu wenig beachtet. Nicht so bei Stiller: In seiner Praxis hat jeder Patient einen Behandlungs- und Nachsorgeplan, der exakt auf den persönlichen Risikoscore abgestimmt ist.

In Hinblick auf die Ästhetik der zahnmedizinischen Behandlung kann sich Stiller zum einen auf sein gutes Auge verlassen, das er in der Universitätsklinik für Zahnmedizin geschult hat. Zum anderen sind Zahntechniker und Prothetiker eng in jedes Behandlungskonzept eingebunden. Die geballte Expertise zahlt sich aus: Viele seiner Patienten sind Stiller seit der Eröffnung der Praxis vor 15 Jahren treu. Und weil ständig neue Patienten anfragen, hat der Zahnarzt seit einem Jahr eine Kollegin mit in die Praxis geholt: die Implantologin Dr. med. dent. Esther Kluk.

Wenn Michael Stiller von seinem Beruf erzählt, bezieht er sich gerne auf die harten Fakten der Wissenschaft. Als Mensch ist er hingegen sehr nahbar und freundlich, ein Mann mit ruhiger Ausstrahlung, zu dem man leicht Vertrauen fasst. Ein ungewöhnlicher Kontrast. Vielleicht liegt die Erklärung dafür in seinem Werdegang. Als Sohn eines Bauingenieurs startete Michael Stiller mit einer Maurerlehre ins Berufsleben. Doch er spürte schnell, dass mehr in ihm steckt als Mauern hochzuziehen. Sehr viel mehr. 

Kontakt

Prof. Dr. med. dent. PD Michael Stiller

Privatpraxis für orale Chirurgie Implantologie und Parodontologie - Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Michael Stiller

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