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Schulterexpertise im Team

Nur in wenigen Praxen und Kliniken hierzulande werden Patienten auf solch geballte Schulterkompetenz treffen wie in der Praxisklinik Orthopädische Chirurgie München OCM. Gleich drei Chirurgen widmen sich ausschließlich dem Schultergelenk: Prof. Dr. med. Patric Raiss, Prof. Dr. med. Ernst Wiedemann und Dr. med. Claudius Zeiler. „Egal welche Schulterbeschwerden der Patient hat, wir haben immer eine Lösung“, erklärt Wiedemann. Abgesehen von der Tumorchirurgie behandeln die drei Spezialisten jedes Schulterproblem: Rund 2000 Schultergelenke operieren sie jedes Jahr; 100 bis 150 Patienten setzen sie ein künstliches Schultergelenk ein. „Weil wir so hohe Patientenzahlen haben, sind bei uns auch ansonsten seltene Eingriffe häufig“, so Zeiler.

Wiedemanns Spezialisierung auf die Schulter begann Mitte der 1990er-Jahre. Damals leitete er als Nachfolger von Prof. Peter Habermeyer die bundesweit erste Spezialambulanz für Schulterchirurgie an der LMU München. In dieser Zeit trieb Wiedemann den Wandel von der offenen zur arthroskopischen, weitaus schonenderen Schulterchirurgie wesentlich voran. 2003 gründete er mit Gleichgesinnten die OCM. Hier liegt heute der Fokus auf der schonenden Gelenkchirurgie mit möglichst kleinen Schnitten. „Die minimalinvasive und arthroskopische Schulterendoprothetik wird zunehmend Einzug halten in die klinische Routine“, ist Wiedemann überzeugt.

Im Jahr 2005 holte der Münchner Arzt den Orthopäden und Unfallchirurgen Claudius Zeiler in die OCM. „Er war mein Kollege an der LMU; ich wusste, wie exzellent er operiert, also wollte ich ihn unbedingt im Team haben“, erinnert sich Wiedemann. Damals war Zeiler Oberarzt an der Orthopädischen Klinik der LMU; mittlerweile ist er Partner in der OCM und hat sich bei den zuweisenden Kollegen eine hohe Reputation aufgebaut.

Seit Anfang 2017 verstärkt Patric Raiss das Team. Früh fokussierte er sich an der Uniklinik Heidelberg auf die Schulter-endoprothetik – operativ und wissenschaftlich. Ein Jahr verbrachte Raiss als Fellow bei Prof. Gill Walches. Der Lyoner gilt als einer der weltbesten Schulter-Operateure. „Patric Raiss bringt wichtige neue Impulse in unser Team“, sagt Dr. Zeiler. „Von seinen Kenntnissen der ‚französischen Schule‘ profitieren wir alle.“

Außer von den operativen Fähigkeiten des Chirurgen hängt der Operationserfolg ab von der Qualität der OP-Planung, der Nachsorge und den Reha-Maßnahmen. „Wir legen anhand von CT-basierten Datensätzen vorab fest, welche Prothese wir einbauen“, erklärt Zeiler die frühzeitige Qualitätssicherung. Die 3D-Planung erlaubt es den Operateuren, die optimale Lage von Pfanne und Kopf vorab festzulegen, Schrauben so zu platzieren, dass sie die Prothese fest verankern, und auszurechnen, welches Bewegungsausmaß der Patient im Optimalfall erwarten kann. „Das geht auch mit klinischer Erfahrung“, meint der erfahrene Operateur. „Besser wird das Ergebnis jedoch mit der CT-Planung.“ Insbesondere Patienten mit einer komplexen Anatomie profitieren von der digitalen Planung enorm.

„Wir halten seit Jahren die Qualität unserer OP-Ergebnisse auf höchstem Niveau.”

Prof. Dr. med. Patric Raiss

Der gesamte prä-, intra- und postoperative Ablauf ist an der OCM standardisiert und läuft bei allen drei Operateuren gleich ab. „Durch unsere hohen Patientenzahlen und die wiederkehrenden Abläufe gelingt es uns, die Qualität unserer Operationsergebnisse auf höchstem Niveau zu halten“, erklärt Endoprothetik-Spezialist Raiss. Die Behandlung vom ersten Kontakt in der Sprechstunde bis zum Follow-up nach zehn Jahren erfolge immer durch denselben Arzt. Wer den Patienten zuerst sieht, der operiert ihn auch, bekräftigt Raiss. Selbst die Nachsorge erfolgt nach evaluierten, standardisierten Abläufen. „Dank spezieller Behandlungspläne weiß beispielsweise der Physiotherapeut genau, welche Übungen er mit den Schulterpatienten an Tag eins, drei oder sieben machen soll“, erklärt der Schulterspezialist.

Ein weiterer Schwerpunkt der OCM: das Einsetzen schaftfreier Prothesen oder solcher mit sehr kurzen Schäften. Raiss sieht in dem Verfahren klare Vorteile. „Der Markraum im Knochen, der bei langen Schäften eröffnet werden muss und mitunter Komplikationen wie Embolien und Blutungen ver-
ursacht, wird nicht angetastet.“ Das erleichtert einen späteren Prothesenwechsel. Zudem ist der Operateur völlig frei in der Positionierung des künstlichen Gelenkkopfes, da er nicht auf die Positionierung des Schaftes achten muss. Die bisherigen Ergebnisse mit den leichter zu handhabenden Prothesen sind dem Schulterspezialisten zufolge vielversprechend: „Wir überblicken die ersten acht bis zehn Jahre, und die Ergebnisse sind so gut wie bei den Schaftprothesen.“

Die Erfahrung der drei Münchner Operateure ist auch bei Industrie und Wissenschaft gefragt. Die Gruppe unterstützt mehrere Firmen bei der Entwicklung neuer Implantate. Auf Schulungsveranstaltungen bringen sie anderen Operateuren bei, wie man bestimmte Implantate einsetzt. Zusammen ergibt das ein rundes Bild: von der Entwicklung neuer Operationstechniken und Implantate zugunsten einer optimalen Patientenversorgung bis hin zur Weitergabe der Kenntnisse an die nächste Generation von Schulterspezialisten.

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OCM Orthopädische Chirurgie München - Schulter

Orthopädische Chirurgie München OCM Klinik GmbH

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