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Gesunde Schultern für Sportler und Sportbegeisterte

In den Fluren der Sportorthopädie der Technischen Universität München (TUM) grüßen Spitzensportler wie Langlauf-Weltmeister Axel Teichmann, Profiboxer David Haye oder die Fußballer Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng. Auf Postern und Trikots bedanken sie sich für die erfolgreiche Behandlung. Sportorthopäde Professor Dr. med. Andreas B. Imhoff hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Namen unter Profis und Breitensportlern gemacht. Seit 22 Jahren leitet der gebürtige Schweizer die erste und nach wie vor einzige deutschsprachige universitäre Klinik für Sportorthopädie, die er einst auch aufbaute. Seit 2010 bewertet FOCUS diese höchste Kompetenz durchgängig mit der maximalen Punktzahl in den Kategorien Schulter, Knie, Ellenbogen und Sportorthopädie. Die Ernennung als Referenzzentrum der wichtigsten nationalen Fachgesellschaften, wie Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie, Deutsche Kniegesellschaft, Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie und internationalen Fachgesellschaften wie ESKKA und ISAKOS bestätigt den guten Ruf. Trotz seines prominenten Klientels sieht sich Imhoff als Arzt für Jedermann.

Der Münchner Hobby-Mountainbiker bekommt hier die gleiche Aufmerksamkeit wie der König von Malaysia oder Saudi-Arabien oder der Präsident von Ägypten, denen die Ärzte der Sportorthopädie der TUM ebenfalls schon halfen. „Alle Patienten sind Menschen, die ein Problem mit ihren Gelenken haben“, meint Imhoff. Den Orthopäden und Unfallchirurgen interessieren weniger die klangvollen Namen als die Verletzungen der Patienten. Gerade die komplizierten Fälle findet der Sportorthopäde interessant. „Als universitäres Zentrum kommen viele Patienten zu uns, bei denen man in anderen Kliniken nicht weiterwusste oder schon das Gelenk ersetzen wollte.“ Doch das ist für den Professor immer nur die letzte Möglichkeit; viel lieber möchte er das erkrankte Gelenk erhalten.

Dabei operiert das Münchner Team fast ausschließlich minimalinvasiv, um die Strukturen so wenig wie möglich zu traumatisieren. Die Patienten verlieren weniger Blut, Muskeln bleiben stark und das Gelenk ist sofort belastbar. „Wir haben viele Eingriffstechniken perfektioniert und das Instrumentarium zusammen mit verschiedenen Herstellern verfeinert“, erklärt der Experte. Rund 25.000 ambulante Patienten sehen Imhoff und sein Team pro Jahr. Von den jährlich 2500 operativen Eingriffen entfällt je ein Drittel auf Knie, Schulter sowie Ellenbogen und Sprunggelenk. Zu den häufigsten Indikationen an der Schulter gehören instabile Gelenke (Schulterluxation), Risse der stabilisierenden Muskeln (Rotatorenmanschette) und Knorpelverletzungen. „Wir versorgen akute Verletzungen ebenso wie degenerative Schäden am Gelenk“, betont Imhoff. Auch im Bereich der Endoprothetik hat die Klinik sich einen Namen gemacht. Manchmal sei der Gelenkersatz die einzige Möglichkeit, um eine schmerzfreie Schulterfunktion wiederherzustellen, erläutert der Sportorthopäde. Die Abteilung setzt bei ihren Patienten alle modernen Prothesen oder Teilprothesen ein.

„Wer Sportler behandelt, muss ihre Sprache sprechen.”

Univ.-Prof. Dr. Andreas B. Imhoff

Dank verträglicher Materialien und schonender OP-Methoden können die meisten Patienten mit einer Schulterprothese ihr früheres, sportliches Leben bald wieder aufnehmen. Schnelle Genesung ist ein wichtiger Teil des Behandlungskonzeptes. Dabei hilft das ausgeklügelte Reha-Konzept der Klinik: Am Tag der OP fangen die eigenen Physiotherapeuten mit der Reha an, die beispielsweise in den Medical Park Kliniken in Bad Wiessee oder am Chiemsee fortgeführt wird. Das klare Ziel dabei: schnell wieder schmerzfrei, beweglich und leistungsfähig zu sein für Alltag, Beruf und Sport. Gerade bei Menschen, die sportliche Ambitionen haben, liegt das Wunschniveau von Beweglichkeit und Belastbarkeit relativ hoch.

Imhoff ist wichtig, dass jeder Arzt ein Gefühl für diese Bedürfnisse und Ziele der Patienten hat. „Wer in unserer Abteilung arbeiten möchte, sollte zumindest Ski und Mountainbike fahren können“, sagt Imhoff schmunzelnd. „Im Winter geht unser Team in die Österreichischen Berge und im Sommer radeln wir auf den Tremalzo am Gardasee, da mitzumachen ist Einstellungsbedingung.“ Die Outdoor-Aktivitäten stärken den Teamgeist, aber auch das Verständnis und die Empathie für die Patienten. „Wer Sportler behandelt, muss ihre Sprache sprechen“, so Imhoff.

Neben der Behandlung der Patienten spielt die praxisorientierte Forschung eine wichtige Rolle in der Sportorthopädie. Schwerpunkte sind unter anderem die Züchtung von Gewebe und die Stammzelltherapie. „Mit Hilfe von Wachstumsfaktoren stimulieren wir beispielsweise die Einheilung von Sehnen am Knochen“, sagt Imhoff. Gemeinsam mit den Fakultäten in Pittsburgh, Connecticut, Vail (alle USA), London (UK) und Singapur bildet die Sportorthopädie der TU München ein Forschungskonsortium. Neben gemeinsamen wissenschaftlichen Projekten rotieren die Ärzte in die verschiedenen Kliniken. Imhoff sieht darin wesentliche Vorteile. „So erweitern wir ständig aktuelle Verfahren aus dem angloamerikanischen Raum und sind stets auf dem neuesten Stand der Therapie.“

Kontakt

Klinikum rechts der Isar

Klinikum rechts der Isar, Univ.-Prof. Dr. med. Andreas B. Imhoff

Orthopäde > München
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Ismaninger Straße 22
81675 München