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Prof. Dr. Dr. Johannes C. Bruck erklärt die Vorteile der Eigenfetttransplantation

Lipofilling - Mehr Volumen an der richtigen Stelle

Fett absaugen an Stellen, an denen man subjektiv zu viel davon hat, und dort, wo man es brauchen kann, wieder einsetzen lassen? Klingt wie ein perfekter Plan. Aber was steckt wirklich hinter einer Eigenfetttransplantation, auch Lipofilling genannt, für welche Diagnose eignet sie sich und was ist grundsätzlich zu beachten? Prof. Dr. Dr. Johannes C. Bruck aus Berlin setzt auf ein intensives Vorgespräch und umfassende Aufklärung.

Hilfreiche Methode im ästhetischen und rekonstruktiven Bereich

„So einfach wie sich die Eigenfetttransplantation anhört ist sie leider nicht. Wie bei jedem Eingriff ist vorher genau abzuwägen, ob die Art der Behandlung zur Diagnose passt, ob die Voraussetzungen gegeben sind und – das ist ganz besonders wichtig – ob die persönlichen Erwartungen des Patienten erfüllt werden können“, so der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Lipofilling eignet sich grundsätzlich, um tiefere Falten auszugleichen, Konturen zu verändern oder Volumen aufzubauen, zum Beispiel im Gesicht an der Nasolabialfalte oder den Wangen, aber auch an der Brust, am Gesäß oder an den Waden. Und nicht nur im rein ästhetischen Bereich können Eigenfetttransplantate helfen: „Auch in der rekonstruktiven Behandlung von angeborenen oder durch Unfälle oder Krankheiten erworbenen Missbildungen bzw. Asymmetrien, Verbrennungsnarben oder Strahlungsschäden können wir mit Lipofilling gute Ergebnisse erzielen,“ sagt Prof. Bruck, ein ausgewiesener Spezialist in wiederherstellender Chirurgie.

Die Vorteile von Lipofilling

Lipofilling hat dabei klare Vorteile: „Die Fettzellen, die verwendet werden, sind körpereigenes Gewebe und werden deshalb in der Regel gut vertragen. Allergien und Fremdkörperreaktionen können ausgeschlossen werden. Außerdem halten Eigenfetttransplantate länger als andere Füllstoffe wie etwa Hyaluronsäure,“ erklärt Prof. Bruck. Sind sie einmal eingeheilt, was ungefähr zwei bis drei Monate in Anspruch nimmt, verhält sich das transplantierte Fett wie das des restlichen Körpers. Allerdings müssen die Fettzellen, die verwendet werden, je nach Art und Umfang des Eingriffs an einer anderen Körperstelle vorhanden sein und entnommen werden können: geringe Mengen ambulant mit örtlicher Betäubung, größere Mengen stationär und unter Vollnarkose. Das Fett wird schonend aus dem Bauch, den Oberschenkeln, der Knieinnenseite oder dem Gesäß abgesaugt – ein zusätzlicher Vorteil für Patienten, wenn dadurch an der jeweiligen Stelle gleichzeitig unliebsame Pfunde schwinden. Die entnommenen Fettzellen werden gereinigt und aufbereitet, bevor sie mit dünnen Spezialkanülen gezielt in das zu behandelnde Areal gespritzt werden.  

„Eine umfassende Aufklärung vor dem Eingriff ist auch deshalb so wichtig, um einer Diskrepanz zwischen Erwartung und Ergebnis vorzubeugen.”

Prof. Dr. Dr. Johannes C. Bruck

Nach dem Abschluss der Eigenfetttransplantation

In den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Eingriff kommt es normalerweise zu leichten Schwellungen. Das Endergebnis ist laut Prof. Bruck allerdings auch nach zwei Tagen noch nicht sichtbar: „Die Schwellungen imitieren für einige Wochen mehr Volumen als eigentlich vorhanden ist und bleiben wird. Die implantierten Fettzellen bauen sich in einem natürlichen Prozess zu einem gewissen Prozentsatz wieder ab, so dass das Ergebnis erst nach rund 10 Wochen dauerhaft ist. Der Effekt hält dann allerdings über einen langen Zeitraum an. Eine umfassende Aufklärung vor dem Eingriff ist auch deshalb so wichtig, um einer Diskrepanz zwischen Erwartung und Ergebnis vorzubeugen.“

 

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