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„The Innovator“

So titulierte einst das amerikanische „Journal of Cataract and Refractive Surgery“ den Potsdamer Augenarzt Volker Rasch, nachdem er Ende der 1990er-Jahre neuartige Implantate für die Kataraktchirurgie entworfen hatte. Schon zu DDR-Zeiten hatte der Augenarzt – neben seiner Tätigkeit als Oberarzt in der Augenklinik eines Potsdamer Klinikums – begonnen, Kunstlinsen zu produzieren. Frühere Ausbildungen als Feinmechaniker und Augenoptiker kamen ihm hier zugute.
 
Die Geschichte meinte es gut mit Dr. Rasch. Im Jahr 1989 öffneten sich die innerdeutschen Grenzen, und der Weg war frei für seine Träume. Der Augenarzt kaufte auf Kredit ein Jugendstilhaus, sanierte es und eröffnete im Jahr 1991 hier erst eine Praxis, drei Jahre später die Potsdamer Augenklinik im Graefe Haus. Eine der Leidenschaften des Potsdamer Augenarztes ist der Graue Star. Seit über 30 Jahren operiert er Katarakte, seit 2014 mit dem sog. Femtosekundenlaser. „Bereits 2002 hatten wir – wohl unter den Ersten –  die Idee, diese Laserenergie auch für die Kataraktchirurgie zu nutzen“, so Dr. Rasch, Leiter der Potsdamer Augenklinik im Graefe Haus. „LASICAT, seit 2004 unser Name für das Verfahren, erlaubt präzises Operieren, wie es manuell für den Operateur kaum möglich ist. Die Zerkleinerung insbesondere sehr harter Augenlinsen ist deutlich schonender als mit den herkömmlichen Verfahren. Auch hier steht die Entwicklung nicht still. Wir arbeiten aktiv an der Weiterentwicklung der Technik sowie der Anwendung des Femtolasers mit bzw. weisen gerade durch weitere Patentanmeldungen auf mögliche Wege für künftige Entwicklungen hin.“

Seine erste Patentanmeldung hierfür erfolgte übrigens 2003. Fachliche Beratung hatte Dr. Rasch damals durch den deutschen Physiker Dr. Georg Korn, der mit dem heutigen Physik-Nobelpreisträger Prof. Gerard Mourou in den USA die ersten grundlegenden Untersuchungen und Publikationen zur Femtolasertechnologie machte.
Unter Kollegen gilt der Mediziner als Visionär. Er treibt das ambulante Operieren in der Augenheilkunde voran. Und er war einer der Ersten hierzulande, der seinen Patienten Multifokallinsen als Ersatz für die eigenen getrübten Linsen einsetzte. Multifokallinsen ermöglichen das Sehen in unterschiedlichen Distanzen. „Plötzlich kommen die Leute ohne Brille aus“, erklärt Dr. Rasch. „Für viele erfüllt sich so ein Lebenstraum.“ Über 50 Patente hat der Augenarzt bis heute angemeldet. „Die Ideen gehen nicht aus“, schmunzelt er. Sein größter Coup: ein Zusatzimplantat für Linsen, womit sich bei Irisdefekten eine neue Pupille bilden lässt. Gemeinsam mit dem US-Amerikaner Ken Rosenthal setzte er das Implantat 1995 in New York zum ersten Mal einem Patienten ein und bekam für die auf Kongressen gezeigten Operationsfilme mehrere Film-Oscars. Auch nach über 40.000 Operationen legt der Augenarzt bei jedem einzelnen Patienten Wert auf hohe Sicherheit. Die Voruntersuchungen für Katarakt- und Laser-OPs sind an der Potsdamer Augenklinik so umfassend, dass Dr. Rasch dafür eigene Begriffe geprägt hat: „LASIK-Plus“ und „Katarakt-Plus“.

„Wir setzen den Patienten die Linse ein, die den individuellen Sehanforderungen am ehesten entspricht.”

Dr. Volker Rasch

Die Diagnostik geht weit über das geforderte Maß hinaus. Egal, ob Analyse des Tränenfilms mit dem LipiView, Optomap-Untersuchung der Netzhaut oder Paralleldiagnostik bei der Hornhauttopografie – der Augenarzt führt zahlreiche Untersuchungen parallel mit zwei Geräten durch. „Vielleicht fokussiert der Patient falsch oder der Tränenfilm schwankt, sodass trotz modernster Technik Messfehler entstehen könnten“, erklärt der umtriebige Mediziner den Aufwand. Sie könnten wiederum die Wahl der Linse und das OP-Ergebnis beeinflussen. Anhand der Messresultate wählt Dr. Rasch aus einer Reihe von Premiumlinsen die für seine Patienten geeignete aus. „Unser Ziel ist es, immer die Linse einzusetzen, die die bestmögliche Sehleistung erzielt und den individuellen Sehanforderungen am ehesten entspricht, egal ob ich die Linse tausche oder dem Patienten eine zusätzliche Linse einsetze.“

„Messfehler lassen sich durch Mehrfachmessungen reduzieren.”

Auch nach dem Eingriff setzt der erfahrene Arzt mit seinem Team auf umfassende Betreuung. Seine Patienten sieht er nicht nur am Tag nach der OP, sondern kümmert sich auch langfristig um sie. „Wir betreiben viel Aufwand mit der Nachkontrolle, damit die Patienten am Ende wirklich zufrieden sind.“ Seine Fürsorge hat sich weit herumgesprochen. Ob mit Linsen, Laser oder kombinierten Verfahren – pro Jahr werden an der Potsdamer Augenklinik über 2000 Eingriffe durchgeführt, um ein besseres Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen zu ermöglichen. Die Patienten kommen aus dem In- und Ausland, darunter viele Sportler. Über 15 Jahre war Dr. Rasch Exklusiv-Servicepartner der Deutschen Sporthilfe, operierte Weltmeister und Olympiasieger wie beispielsweise Christoph Harting. Darüber hinaus können Patienten mit annähernd allen Erkrankungen an Hornhaut und Netzhaut durch die Verwendung neuester Technologien in schonender Weise behandelt werden. Zum Beispiel auch mittels Mikroimpulsen per Laser: computergestützt und navigiert mit dem NAVILAS. Seit Anfang 2017 ist die Augenarztpraxis offizielle Lehrpraxis der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Dr. Rasch freut es, denn so kann er sein Wissen an die nächste Generation weitergeben.

Wer möchte, ruht sich nach dem Eingriff in der hauseigenen, stilvoll eingerichteten Pension aus. Für jedes Zimmer hat Dr. Rasch über viele Jahre originale Möbel aus der Zeit der Jahrhundertwende zusammengetragen. Das Frühstück und frisch Gebackenes gibt’s direkt nebenan: Ein Café gehört ebenfalls zum Graefe-Haus. Der Name ist kein Zufall: Albrecht von Graefe begründete vor rund 150 Jahren an der Charité die moderne Augenheilkunde – und ist bis heute Dr. Raschs Idol.

Kontakt

Dr. Volker Rasch

Dr. med. Volker Rasch Potsdamer Augenklinik im Graefe-Haus

Augenarzt > Potsdam
Adresse:

Hans-Thoma-Straße 11
14467 Potsdam