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Enorme Erfahrung mit Künstlichen Knie- und Hüftgelenken

Prof. Dr. med. Georgios Godolias, gebürtiger Grieche und Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe, kam 1976 als junger Arzt nach Deutschland. Die tiefe, warme Stimme mit dem kehligen Akzent verrät seine Herkunft. Sehnsucht nach der Heimat komme in Herne aber nicht auf, verrät der heute 66-Jährige, reist er doch alle paar Wochen nach Hellas. An der Democritus University of Thrace ist Godolias Professor für Sportorthopädie und -traumatologie.

Zwei Dinge gaben den Ausschlag, dass der Grieche, der in Thessaloniki Medizin studierte, Orthopäde wurde: das Interesse für die Sportmedizin und der schnelle Erfolg für den Patienten, der sich nach gut gemachten Eingriffen einstellt. Sein Ehrgeiz trieb ihn dazu, zahlreiche OPs zu perfektionieren. So ist der Erfolg der Orthopädie am St. Anna Hospital Herne vor allem seine Erfolgsgeschichte: Hier fing er als Stellvertreter des Chefarztes an und ist mittlerweile seit über 16 Jahren der erste Mann der Klinik. Während dieser Zeit wuchs die Zahl der stationären Patienten des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie von jährlich 600 auf mittlerweile 26.000.

Digitale Endoprothesenplanung für jeden Patienten.

Gemeinsam mit Dr. med. Oliver Meyer, mit dem er das Endoprothetikzentrum leitet, und drei Haupt-Senioroperateuren tauscht das Team jährlich 550 Knie- und 700 Hüftgelenke aus. „Jeder von uns verantwortet 250 Operationen“, rechnet Meyer vor. Etwas mehr als zehn Prozent der Eingriffe entfallen auf Wechseloperationen. Auch Meyer, der seit 18 Jahren in der Herner Klinik tätig ist, hat die Abläufe im Sinne des Patienten immer weiter optimiert: „Die Patienten gehen vom ersten Kontakt in der Endoprothetikambulanz bis zur späteren Rehabilitation einen erprobten Behandlungsweg, der zum bestmöglichen Erfolg für den Einzelnen führt“, erklärt er. „Das standardisierte Prozedere senkt die Gefahr für Komplikationen und erhöht die Zufriedenheit der Patienten.“ Dazu gehört seit drei Jahren eine digitale Endoprothesenplanung für jeden Patienten. „Wir verwenden alle etablierten Prothesen“, sagt Meyer. „Am Knie bieten wir zusätzlich individuell gefertigte Implantate an.“

Mithilfe einer speziellen Software prüft der Operateur, welches Modell dem Patienten am besten passt und wie er beim Eingriff Schritt für Schritt vorgeht. Egal, ob ein künstliches Gelenk ausgetauscht werden muss, ob eine schwere angeborene Deformation der Hüfte vorliegt oder eine frühere Verletzung den Gelenkknorpel ruiniert hat – am St. Anna Hospital ist man auf komplexe Fälle bestens vorbereitet.

„Der operative Zugangsweg zum Gelenk ist entscheidend für die Rehabilitation des Patienten.”

Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, das über drei Standorte verfügt, arbeitet bei Bedarf mit allen Fachabteilungen der fünf Kliniken der St. Elisabeth Gruppe – hierzu zählt u.a. die größte Rheumaklinik Deutschlands – zusammen. So setzt das Endoprothetikteam zahlreiche künstliche Gelenke ein – darunter jedes Jahr rund 200 Gelenke bei älteren Menschen in Verbindung mit einem Oberschenkelhalsbruch. Orthopäde und Unfallchirurg Meyer bringt hier seine besonderen Kompetenzen für Akutverletzungen ein. Die Hüftprothese ist sofort belastbar, sodass sich die Patienten schnell wieder bewegen können. Sie verhindert Komplikationen durch lange Bettlägerigkeit. „Der Bedarf für eine optimale endoprothetische Versorgung dieser Patienten wird weiter steigen. Daher entwickeln wir auch mit der Geriatrie des Marien Hospital Herne, Uniklinik der Ruhr-Uni Bochum und selbst Teil der Gruppe, im Rahmen eines Alterstraumazentrums ein spezielles Rehabilitationsprogramm.“

Besonderes Expertenwissen beim Gelenkersatz für junge Patienten

Neben der Endoprothetik bei Älteren hat sich das Herner Team ein besonderes Expertenwissen beim Gelenkersatz für junge Patienten wie ehemalige Leistungssportler aufgebaut. Ihre Gelenke sind nach den Jahren unter höchster Belastung häufiger früher stärker abgenutzt als in der Normalbevölkerung. Oft kennen Godolias, Meyer und ihre Kollegen die Athleten aus ihrer aktiven Zeit, da sie als Mannschaftsärzte zahlreiche Sportmannschaften betreuen, darunter die griechischen Nationalmannschaften im Fußball. Aber nicht nur zu Griechenland bestehen enge Kontakte. Der internationale fachliche Austausch spielt grundsätzlich eine große Rolle.

Die internationalen Kollegen empfinden vor allem das minimalinvasive Operieren bei Gelenkersatz und den Genesungsprozess in Deutschland als vorbildlich. In Herne beginnt die Rehabilitation am Tag vor der OP mit der Erläuterung der Übungen, die nach der OP nötig sind. „In den meisten Fällen heben die Patienten schon am OP-Tag das Bein an, sitzen an der Bettkante und stehen auf“, sagt Godolias. Wer entlassen wird, muss selbstständig Treppen steigen können. An sieben Tagen die Woche unterstützen die Physiotherapeuten aus dem hauseigenen Rehazentrum den Prozess.

Zusätzlich kümmern sich Entlass-Managerinnen darum, dass die Genesung auch im Anschluss an den einwöchigen Klinikaufenthalt reibungslos weitergeht: Sie beraten Patienten und Angehörige über Rehamaßnahmen, organisieren Hilfsmittel wie Unterarmstützen oder die weiterführende Reha. „Wir tun alles, damit ein optimales Ergebnis möglich wird“, so Godolias. „Wichtig ist, dass auch die Patienten ihren Teil beitragen. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, steigt die Chance auf schnelle Genesung enorm.“

Kontakt

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe – Prof. Dr. med. Georgios Godolias, Dr. med. Oliver Meyer

Orthopäde > Herne
Adresse:

Hospitalstraße 19
44649 Herne