Premium Praxen

Hüft-TEP mit der Yale-Technik: weniger Schmerzen, schneller wieder mobil

Hüft-TEP mit der Yale-Technik: weniger Schmerzen, schneller wieder mobil

Ein Leben ohne Schmerzen, normale Beweglichkeit und die problemlose Rückkehr in den Lebensalltag – das ermöglicht eine Hüftgelenkendoprothese. Der Eingriff gehört zu den häufigsten in der Medizin: In Deutschland erhalten jährlich etwa 230 000 Menschen ein künstliches Hüftgelenk. Die Patienten der Orthopraxis, einer Orthopädischen Fachklinik in Gräfelfing bei München, profitieren dabei von einer innovativen, besonders schonenden Operationsmethode. „Die sogenannte Yale-Technik vermeidet große Schnitte, schont die Muskulatur maximal und ermöglicht eine schnellere Mobilisierung als herkömmliche Vorgehensweisen “, erklärt der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. med. Konrad Scheuerer die Vorteile.

Mehr als 8000 Hüftprothesen nach der Yale-Methode eingesetzt

Dr. Scheuerer und sein Kollege Dr. med. Ulrich Bader gehören zu den wenigen Fachärzten in Deutschland, die mit der Yale-Methode große Erfahrung besitzen. In ihrer Orthopraxis wird das Verfahren bereits seit 2003 erfolgreich angewandt; mehr als 8000 Hüftprothesen wurden dort bereits auf diese Weise implantiert. Patienten aus aller Welt reisen deswegen nach Gräfelfing.

Das Prinzip wurde an der US-amerikanischen Eliteuniversität Yale entwickelt. Der Operateur setzt danach an der Vorder- und an der Rückseite des Hüftgelenks je einen nur etwa sechs bis acht Zentimeter langen Schnitt. Durch den vorderen Zugang wird die Gelenkpfanne eingesetzt, durch den hinteren der Schaft. Der Zugang zum Gelenk erfolgt durch die natürlichen Lücken in der Muskulatur – so muss kein Muskel durchtrennt werden und die Muskelkraft bleibt für eine zügige Vollbelastung des Beins nach der OP erhalten.

Hüft-OP mit Yale-Zugang: höchste Präzision, geringerer Blutverlust

„Der Yale-Zugang ermöglicht uns eine hervorragende direkte Sicht auf das Operationsfeld, also auf die Hüftpfanne und auf den Oberschenkelschaft“, erläutert Dr. Scheuerer einen weiteren großen Vorteil: „Das macht eine Implantation mit höchster Präzision möglich.“ Außerdem bleibt der Blutverlust viel geringer als bei herkömmlichen Eingriffen mit größeren Schnitten, auch die Schmerzen reduzieren sich deutlich.

Insgesamt dauert die Operation in der Regel nicht länger als 60 bis 90 Minuten. Weil Dr. Scheuerer und Dr. Bader als Endoprothese zudem ein belastungsstabiles, hochwertiges Titanimplantat verwenden, kann der Patient am Tag nach der OP nicht nur aufstehen, sondern das Bein sogar bereits voll belasten. Normales Gehen ist also sofort möglich. Gehstützen dienen lediglich dazu, eventuelle Gangunsicherheiten aufzufangen.

Nur eine Woche nach der Hüftgelenk-OP kann der Patient die Klinik zur Anschlussbehandlung in einer Reha-Einrichtung verlassen. Etwa vier Wochen lang hilft eine weiche Hüftbandage bei der Stabilisierung des Gelenks. Bald danach sind in der Regel auch leichtere körperliche Aktivitäten möglich.

Eine wissenschaftliche Auswertung von Mobilisierungsdaten konventionell und nach der Yale-Methode operierter Patienten hat eindeutige Vorteile für die Yale-Gruppe ergeben: In einer speziellen Ganganalysestudie konnte nachgewiesen werden, dass sie bereits unmittelbar nach dem Eingriff von einer deutlich besseren Kraftentfaltung der Hüftmuskulatur profitierten. Dr. Scheuerer weiß aus vielen Gesprächen: „Patienten, die auf eine schnelle Rehabilitation und damit auf eine baldige Rückkehr in den Lebensalltag und an den Arbeitsplatz Wert legen, wissen dies besonders zu schätzen.“