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Dr. Mark Tomalla

Femtosekundenlaser in der Kataraktchirurgie (Grauer Star, Linsentrübung)

Zurück im Jahr 2001 sollte die Femtosekundenlasertechnologie Augenchirurgen lediglich dabei helfen, die Flaps für die Lasikoperation schonender und sicherer zu gewinnen. Doch die Technologie überzeugte so sehr, dass sie weiterentwickelt und seitdem auch in der Hornhaut- und Kataraktchirurgie eingesetzt wird.

Katarakt: Kunstlinse einsetzen

Ein Katarakt oder eine Trübung der Linse tritt mit zunehmendem Alter gehäuft auf und verschlechtert sich im Laufe der Zeit. Betroffene Patienten klagen über kontrastarmes Sehen und zunehmende Unschärfe. Die getrübte körpereigene Linse kann gegen eine Kunstlinse ausgetauscht werden.

In der Kataraktchirurgie nutzen Augenchirurgen den Femtosekundenlaser für verschiedene Zwecke. Zunächst vermisst der Laser die vorderen Augenabschnitte wie Hornhaut, Vorderkammer und Linse höchstgenau. Im Anschluss hilft er den Weg zur Linse zu bahnen, die Linsenkapsel zu öffnen und die getrübte Linse zu zertrümmern

Weniger Ultraschallenergie notwendig

Ursprünglich nutzte man Ultraschallenergie, um die Linse zu zerstören und die Fragmente abzusaugen (sog. Phakoemulsifikation). Jetzt wird der Ultraschall nur noch gebraucht, um die Linsenfragmente zu entfernen (Femto-Phako). Dadurch lässt sich die Ultraschallzeit deutlich reduzieren . Die oberflächliche Hornhautschicht wird mehr geschont.

Verletzungen ausgeschlossen

Und noch einen Vorteil hat der Femtosekundenlaser: Er eröffnet die vordere Linsenkapsel so, dass das vordere Kapselblatt nach der Linsenimplantation gleichmäßig überlappt. Dadurch sitzt die Linse stabil und verrutscht nicht. Die Schnitttiefen des Femtosekundenlasers werden im Vorfeld vermessen und berechnet. Eine Verletzung der hinteren Linsenkapsel ist deshalb so gut wie ausgeschlossen.

Damit ist eine Kataraktoperation mit dem Femtosekundenlaser ein sehr sicheres und präzises Operationserfahren, das sich in den letzten Jahren international und national sehr verbreitet hat