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Normalerweise besitzt die menschliche Hornhaut, der vorderste Bereich des Augapfels vor der Pupille, eine Oberfläche mit einer gleichmäßigen, der Form des Augapfels angepassten sphärischen Wölbung. So werden einfallende Lichtstrahlen  gebündelt und konzentriert auf einen bestimmten Punkt in der Mitte der Netzhaut geleitet, auf die Makula.

Dieses Prinzip funktioniert jedoch nur eingeschränkt, wenn sich die Oberfläche der Hornhaut ungleichmäßig gestaltet: Das einfallende Licht trifft dann mehr oder weniger verzerrt auf die Netzhaut. Dieses Manko ist bei betroffenen Menschen oft angeboren. Bei der Hornhautverkrümmung kommt es zu Verzerrungen der Bilder, aus einem realen Punkt kann in der Darstellung ein Strich oder Stab werden (daher der Begriff „Stabsichtigkeit“).

Typische Symptome einer Hornhautverkrümmung sind

    •    eingeschränktes Sehvermögen (Unschärfe) sowohl in der Nähe als auch in der Ferne
    •    Kopfschmerzen, Schmerzen im Augenbereich

Diese Anzeichen treten in der Regel erst bei einer stärker ausgeprägten Hornhautverkrümmung auf. Leichtere Varianten machen sich so weniger bemerkbar.

Wie lässt sich eine Hornhautverkrümmung sicher feststellen?

Objektive Refraktion: Mittels eines auf den Augenhintergrund projizierten Infrarotbilds kann der Augenarzt den Grad des scharfen Sehens ermitteln.

Mit dem Ophthalmometer vermisst der Augenarzt die Hornhaut und ermittelt die genauen Werte von Krümmungsradius und Brechkraft.

Noch genauer arbeitet ein Hornhauttopograf, der auf Computer-Basis die gesamte Hornhaut (Videokeratoskopie) prüft.

Konservative, aber effektive Untersuchungsmethode zum Abschluss ist der Einsatz von Sehtafeln in Kombination mit unterschiedlichen Sehhilfen.

Die Behandlung der Hornhautverkrümmung

Herkömmliche Methoden sind sogenannten Zylindergläser (Brillengläser, die einen zylinderförmigen Schluff aufweisen), weiche Kontaktlinsen, die sich der Oberfläche der verkrümmten Hornhaut anpassen, oder harte Kontaktlinsen, die die Hornhaut selbst entsprechend formen.

Augenlasern bei Hornhautverkrümmung

Der Laser ebnet die Hornhaut, indem er Unebenheiten abträgt. Zum Einsatz kommen je nach Dioptrienzahl und Hornhautdicke die Methoden LASIK/Femto-LASIK, LASEK oder  ReLEx smile

Künstliche Linse bei Hornhautverkrümmung

Die eine künstliche Linse (Intraokularlinse) korrigiert den Astigmatismus durch ihre spezielle Form. Die Methode empfiehlt sich vor allem bei stark ausgeprägter Verkrümmung der Hornhaut.

Hornhautverpflanzung bei Astigmatismus

Die Implantation einer Spender-Hornhaut kann in entsprechenden Fällen die einzig erfolgversprechende Therapie sein.