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Entstehung und Symptome des Grauen Stars

Der graue Star ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr die Folge der natürlichen Alterung der menschlichen Linse. Diese trübt nach und nach ein, sodass die ansonsten glasklare Linse weißgrau aussieht. Die Eintrübung führt über die Zeit zu einer verminderten Lichtdurchlässigkeit. Die Patienten sehen dadurch im Alltag schlechter, beispielsweise beim Autofahren und Lesen. Selbst eine neue Brille kann diesen Zustand nicht verbessern. Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn sich die Patienten infolge der reduzierten Sehleistung zunehmend eingeschränkt fühlen.

Vor der Operation

Zunächst wird das Auge genau untersucht und vermessen, um ein optimales OP-Ergebnis zu erzielen. In Abhängigkeit von den dabei erhobenen Befunden wählt der Augenarzt gemeinsam mit dem Patienten eine passende künstliche Linse aus, welche die getrübte Linse ersetzen soll. Heutzutage sind hierbei ganz individuelle Lösungen möglich, beispielsweise Linsen, die auch komplexere Sehfehler korrigieren können und häufig sogar eine Brille überflüssig machen.

Ablauf der Grauer-Star-Operation

Die Operation erfolgt ambulant unter lokaler Anästhesie, häufig auch mit einer leichten Sedierung (Dämmerschlaf). Der Eingriff dauert 10 bis 20 Minuten. Müssen beide Augen behandelt werden, wird das zweite Auge nach wenigen Tagen oder deutlich später operiert. Die Kataraktoperation ist sowohl manuell als auch mit dem Femtosekundenlaser möglich. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist der Laser präziser, sicherer und schonender als die menschliche Hand. Der Laser korrigiert sogar eine Hornhautverkrümmung mit höchster Genauigkeit.

Bei der Laser-Star-OP schneidet der Laser einen etwa 2 Millimeter feinen Schnitt am Rande der Hornhaut zur Linse und zerkleinert auch die trübe, natürliche Linse des Auges. Anschließend entfernt der Augenchirurg die Linse aus dem Kapselsack (Halteapparat der menschlichen Linse). Der Kapselsack dient auch der neuen Kunstlinse als Aufhängung.

Katarakt-OP mit dem Femtosekundenlaser

Dank der Femtosekundenlaser-Technologie können heute einzelne Schritte der klassischen Grauen Star-Operation automatisiert und sehr schonend durchgeführt werden. Die Eröffnung der menschlichen Linsenkapsel, die Zerteilung und Auflockerung des trüben Linsenkerns sowie der Schnitt am Rande der Hornhaut werden durch den Laser innerhalb weniger Sekunden durchgeführt. Abgesehen von der weitaus größeren Präzision des Lasers im Vergleich zur menschlichen Hand wird die Operation dadurch schonender und sicherer. Das bestätigen alle aktuellen wissenschaftlichen Publikationen.

Risiken einer Grauer-Star-Operation

Star-Operationen zählen zu den häufigsten und sichersten Operationen weltweit. Komplikationen wie Infektionen im Auge treten sehr selten auf und können gut behandelt werden. Allerdings kann manchmal die Brechkraft der implantierten Kunstlinse nicht einhundertprozentig stimmen. Deshalb müssen die Patienten im Vorfeld des Eingriffs darüber aufgeklärt werden, dass auch eine moderne Kunstlinse nicht die Fähigkeiten einer jugendlichen, menschlichen Linse hat.

Nach der Katarakt-Operation

Nach der Operation legt der Augenarzt einen sterilen Verband an, den er schon am nächsten Tag bei der postoperativen Kontrolle entfernt. Die ersten Tage und Wochen nach der Operation kann das Auge häufiger tränen und gerötet sein. Sehleistung und Brechkraft des Auges können in den ersten vier bis sechs Wochen noch schwanken, sollten sich jedoch stetig verbessern. Eine eventuell notwendige Brille wird deshalb frühestens nach sechs Wochen angepasst. Die Patienten können bereits nach wenigen Tagen bis einer Woche an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Für eine schnelle Heilung sollten sie in den ersten sechs Wochen auf Sport, Schwimmen und sonstige körperliche Anstrengungen verzichten sowie Reiben oder Druck auf das operierte Auge vermeiden.

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