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Wann ist das Augenlasern sinnvoll?

Die refraktive Chirurgie vereint ganz unterschiedliche Behandlungsmethoden. Sie haben alle das gemeinsame Ziel, dass Patienten danach ihre Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr benötigen. Fehlsichtigkeiten sind dabei nicht als Erkrankung zu verstehen. Sie sind vielmehr die Folge einer individuellen Abweichung im Bauplan des optischen Systems „Auge“. Daraus resultieren Brechungsfehler. Um sie zu beheben, nutzt der Augenchirurg die Tatsache, dass die Brechung des Lichts bei Hornhaut und Linse mit 45 und 22 Dioptrien sehr stark ist und schon feinste Veränderungen dieser Brechkräfte einen großen Effekt auf das gesamte optische System haben.

Vor dem Augenlasern

Behandlungen im Rahmen der refraktiven Chirurgie sind aus Sicht des Augenarztes keine zwingend notwendige Operation am gesunden Auge. Eine ausführliche Diagnostik des gesamten Auges ist daher wichtige Grundlage für Vorbereitung und Beratung. Ausgehend von den dabei erhobenen Befunden wählen Arzt und Patient gemeinsam eine passende Methode, um die Fehlsichtigkeit zu beheben. Hierfür bieten sich heutzutage zwei unterschiedliche Behandlungskonzepte an.

Die Augen lasern lassen: Unterschiedliche Behandlungskonzepte

Die wohl bekannteste Methode zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ist eine Laserbehandlung der Hornhaut. Hierbei moduliert der Augenchirurg die Krümmung und damit die Brechkraft der Hornhaut, indem er Hornhautgewebe abträgt und so den bislang bestehenden Brechungsfehler (Kurz- bzw. Weitsichtigkeit und/oder Astigmatismus) behebt. Alternativ dazu kann er eine spezielle Linse zusätzlich zur menschlichen Linse implantieren und damit die Fehlsichtigkeit korrigieren.

Augenlaser: Das LASIK-Verfahren

Mittlerweile existieren zahlreiche Akronyme für die unterschiedlichen Laserbehandlungen. Grundsätzlich funktionieren jedoch alle nach dem gleichen Prinzip: Die geringfügige Veränderung der Krümmung des stärksten brechenden Mediums, der menschlichen Hornhaut, verändert effektiv das gesamte optische System. Die weltweit am häufigsten durchgeführte LASIK-Technik besteht aus zwei Schritten. Zuerst präpariert der Ophthalmochirurg eine oberflächliche, hauchdünne (ca. 120 μm) Hornhautlamelle, die einen Durchmesser von etwa 9 mm hat. Dafür nutzt er ein Mikrokeratom, ein äußerst kleines Schneidewerkzeug für Augenlaserbehandlungen, oder den Femtosekundenlaser. Im Anschluss behandelt er das freigelegte tiefere Hornhautgewebe mit einem Excimerlaser, basierend auf den Daten der Voruntersuchungen. Dabei verdampft er Gewebe und verändert so die Krümmung der Hornhaut. Anschließend legt er die zuvor präparierte Hornhautlamelle auf die Wundfläche zurück. Das körpereigene Gewebe ge- währleistet eine schnelle Wundheilung mit geringen Schmerzen und schneller Wiederherstellung der Sicht.

Risiken beim Augen lasern

Bei beiden Konzepten besteht das Risiko einer Infektion der Wundfläche (Laserbehandlung) bzw. einer intraokularen Infektion (Linsenimplantation). In seltenen Fällen kann auch nach der Behandlung noch ein minimaler Sehfehler bestehen, den der Augenspezialist jedoch meist in einem zweiten Behandlungsschritt beheben kann.

Nach der Augenlaser-OP

In den ersten Tagen nach einer Laserbehandlung kann der Patient leichte Schmerzen und Einschränkungen in Form von Fremdkörpergefühl, Blendempfindlichkeit und noch unscharfem Sehen verspüren. Gleiches gilt für die Implantation einer intraokularen Linse. Ein maßgeblicher Unterschied der beiden Verfahren besteht darin, dass die Laserbehandlung am selben Tag auf beiden Augen durchgeführt wird, die Implantation der Linsen jedoch an unterschiedlichen Tagen erfolgt. Dazwischen sollte etwa einer Woche Erholungszeit liegen. Die Patienten können nach beiden Verfahren ihren Alltag rasch wieder meistern. Ballsport, Schwimmen etc. sollten sie bis zu zwei Monate nach der Operation jedoch vermeiden.

Neueste Methoden

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