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Ursachen und Symptome der altersbedingten Makuladegeneration

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung, welche durch die immer besseren diagnostischen Möglichkeiten und den demografischen Wandel zu einer der häufigsten Veränderungen des Auges im Alter geworden ist.

Bei der Erkrankung lagern sich Stoffwechselprodukte ab, die zum Absterben von essenziellen Zellen im Bereich der Makula führen. Die Makula lutea oder der gelbe Fleck ist die Stelle des schärfsten Sehens und sie entsteht durch die hohe Dichte der Sehzellen, den Zapfen und Stäbchen. Sie ist essenziell für das zentrale Sehen, das wir für das Erkennen von Gesichtern und beim Lesen von Buchstaben benötigen. Der gelbe Fleck liegt in der Mitte der Netzhaut und hat einen Durchmesser von 2,5 bis 4 Millimetern.

Formen der Makuladegeneration

Augenärzte unterscheiden zwei Hauptformen der Makuladegeneration: die trockene und die feuchte Variante. Das Ziel der Behandlung ist der Erhalt der Sehleistung bzw. ein verlangsamtes Fortschreiten der Erkrankung. Eine Heilung ist nicht möglich.

a) Trockene Makuladegeneration

Bei dieser häufigsten Form der AMD entstehen als Folge der Akkumulation von Stoffwechselprodukten mit daraus resultierendem Zelltod narbige Areale unterhalb der Nervenfaserschichten der Netzhaut. Diese Form schreitet schmerzlos schleichend voran. Erstsymptom sind häufig verzerrte Linien (z. B. beim Lesen von Kreuzworträtseln, auf Karopapier) sowie langsam erschwertes Lesen. Fälschlicherweise wird häufig angenommen, dass Betroffene vollständig erblinden würden. Das stimmt insofern nicht, dass durch die Vernarbung der Stelle des schärfsten Sehens zwar eine massive Einschränkung der Sicht mit Leseblindheit besteht. Das äußere Gesichtsfeld bleibt dabei aber erhalten

b) Feuchte Makuladegeneration

Diese Form der AMD zeichnet sich durch eine schnelle Verschlechterung der zentralen Sehschärfe aus. Dabei wuchern krankhafte Gefäße unter der Makula, dem Punkt des schärfsten Sehens. Weil die Wände dieser Gefäße instabil sind, treten Gewebeflüssigkeit oder Blut und ins Gewebe aus. Die Sehzellen werden zerstört und Vernarbungen entstehen, so dass sich Leseleistung und zentrale Sehschärfe rasch und deutlich verschlechtern.

Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration

Eine Heilung der Makuladegeneration ist bislang nicht möglich. Für die trockene Form gibt es seit kurzem eine Therapie mit dem Nanosekundenlaser, um die Regeneration der Netzhaut anzuregen. Zusätzlich können Betroffene mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln die noch nicht geschädigten Zellen im Bereich der Makula stärken und so das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Wichtig ist dafür der regelmäßige Kontakt mit einem Augenarzt, der über die entsprechenden diagnostischen Möglichkeiten verfügt: Grundlegend für die Erst- und Verlaufsdiagnostik sind neben der mikroskopischen Untersuchung des Augenhintergrunds die Farbstoffuntersuchung der Netzhaut (Fluoreszenzangiografie) und der Netzhautscan mittels der optischen Kohärenztomografie (OCT). Mit den Untersuchungen kann der Augenarzt zuverlässig feststellen, ob eine trockene oder eine feuchte Form der Makuladegeneration vorliegt.

Bei der feuchten AMD hat der Arzt zumindest die Möglichkeit, diese mithilfe von Medikamenten in die trockene Form zu überführen. Durch die Medikamente bilden sich die krankhaften Blutgefäße zurück; sie unterstützen zudem die Resorption der Flüssigkeit innerhalb der Nervenfaserschichten der Netzhaut. Der Arzt injiziert den Wirkstoff in den Glasköperraum des Auges. Für eine nachhaltige Wirkung müssen meist mehrere Behandlungszyklen stattfinden. Ein Zyklus besteht aus einer dreimaligen Medikamentengabe im Abstand von vier Wochen.

Risiken bei der Behandlung der Makuladegeneration

Das Hauptrisiko ist eine intraokulare Infektion nach der Medikamenteneingabe.

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